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Deutschland hat sich bei der Probeabstimmung am 8. März 2016 zur EU-Wiederzulassung des Totalherbizids Glyphosat enthalten. Das wissen wir aber nur, weil diese Information inoffiziell aus den Konferenzräumen sickerte. Der verantwortliche Landwirtschaftsminister Schmidt hat die deutsche Öffentlichkeit nicht darüber informiert.  Infos 

Umstrittenes Pflanzenschutzmittel Glyphosat: Bundesinstitut hat falsch informiert

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat die Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem umstrittenen Pflanzengift Glyphosat jahrelang falsch informiert. Das haben Recherchen des ARD-Magazins FAKT ergeben. In einem der Redaktion vorliegenden Dokument vom August 2015 bestätigt das BfR Ergebnisse der Krebsforschungsagentur IARC, einer Einrichtung der WHO, die in Tierstudien mehrere signifikante Häufungen von Tumoren feststellte. Quelle   Link zum TV Bericht

 

Offener Brief: Führende ForscherInnen warnen vor Glyphosat:

(02.12.2015) In einem offenen Brief kritisieren 96 WissenschaftlerInnen aus 25 Ländern die Risikobewertung des Wirkstoffes Glyphosat durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Weitere Informationen

 

Hat Monsanto bei der Erstzulassung von Glyphosat betrogen?

 Zitat:  "Wie kürzlich bekannt wurde, soll der Agrarmulti seit 40 Jahren um die krebserzeugende Wirkung seines Bestsellers Roundup und dessen Wirkstoff Glyphosat gewusst haben. Diese und weitere Anschuldigungen erhebt eine Studie amerikanischer Wissenschaftler. Sie werteten darin bisher unter Verschluss gehaltene Daten von Monsanto aus den 1970er und 80er Jahren aus.

Aus der Veröffentlichung geht hervor, dass Monsanto seine eigenen Studien zu Glyphosat verfälscht hat. Laut den Autoren hat der Konzern gezielt signifikante Hinweise auf Tumore vertuscht. Wenn das stimmt, dann hat Glyphosat seine Erstzulassung auf der Basis von verfälschten Studien erhalten. Die Autoren der Studie werfen Monsanto deshalb Betrug vor."  mehr dazu

 

"Am Donnerstag 12.11.2015 veröffentlichte die europäische Lebensmittelbehörde EFSA ihre lange erwartete Stellungnahme zum Totalherbizid Glyphosat. Das Ergebnis ist skandalös: Die EFSA weigert sich weiterhin, die „wahrscheinlich krebserzeugende Wirkung beim Menschen“ anzuerkennen.

Die Behörde will den Grenzwert für die maximale tägliche Aufnahmedosis sogar noch um 66 Prozent erhöhen! Diese Einschätzung ist absolut unverantwortlich, denn sie stützt sich auf eine Risikobewertung des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung, dem schwerwiegende Fehler bei der Auswertung von Studien nachgewiesen wurden." Zitat Umweltinstitut München

 

EFSA widerspricht IARC

„Es ist unwahrscheinlich, dass diese Substanz krebserregend ist“, erklärte der leitende EFSA-Mitarbeiter Jose Tarazona in Brüssel anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse, die auf Vorarbeiten des Bundesinstituts für Risikofbewertung (BfR) basieren. Innerhalb des zuständigen Ausschusses, der mit Experten aus allen 28 Mitgliedstaaten besetzt ist, schloss sich lediglich ein Vertreter Schwedens dieser Mehrheitsmeinung nicht an." 

„Geschönt von Anfang an“

Bei Glyphosat-Kritikern sorgte das EFSA-Gutachten für Ärger. Vor allem Umweltverbände und Grünen-Politiker sprachen von einer Verharmlosung der Risiken und ziehen weiter die Einschätzung der IARC als Messlatte heran.

Während der Agrarsprecher der Grünen im Europaparlament, Martin Häusling, der EFSA und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vorwarf, sie hätten das Verfahren „geschönt von Anfang an“, bescheinigte seine Parteikollegin Maria Heubuch der EFSA, sie übernehme „die industriefreundliche Haltung des BfR kritiklos“. Quelle

 

Glyphosat im Bier:

 

Die Berufung auf Einhaltung "gesetzlicher Grenzwerte" in Einzelprodukten (naive Aussagen eines "Bundesernährungsministers":   "schädlich erst ab 1000 Liter am Tag)  "sind lächerlich,

  • wenn sich dieses Gift inzwischen in der gesamten Ernährungskette wiederfindet, und damit eine Kumulation eines gesundheitsschädigenden Stoffes im Körper stattfindet. Das "verharmlosende" Bundesinstitut für Risikobewertung hatte auch in der Vergangenheit nicht primär die Gesundheit der Verbraucher im Fokus!
  • es für krebserzeugende Stoffe grundsätzlich keine "Grenzwerte" geben sollte! Für krebserregende Stoffe gibt es keine Untergrenze, ab der sie unschädlich sind. Diese Position vertritt auch das BfR – allerdings nur bei anderen problematischen Stoffen, denn beim Glyphosat will das BfR keine Krebsgefahr sehen. 

Zitat: "Mit Verbraucherschutz hat das Vorgehen des BfR an dieser Stelle nichts mehr zu tun."

Mitmachen bei:

https://www.umweltinstitut.org/…/glyphosat-raus-aus-dem-bie…

 

 

 Siehe dazu auch:  

Kein Wunder, wenn sich Lobbyisten über alle Verbraucherrechte hinwegsetzen können - 

und "Greenwashing" für immer mehr Produkte durch diese Lobbyisten und deren Firmen nach wie vor hervorragend funktioniert 

ihre Anonymität bleibt  trotz eines entsprechenden Urteils des Verwaltungsgerichtes offensichtlich weiterhin  gewahrt:

 

 Der Bundestag will nicht öffentlich machen, welche Lobbyisten einen Hausausweis bekommen haben. Das Parlament habe auf Druck der Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD Berufung gegen ein Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts (VG 2 K 176.14) eingelegt, berichtet die Süddeutsche Zeitung

 Pressebericht 22.10.2015

Bundestag vergab 1.000 Lobbyisten-Hausausweise im Geheimverfahren

Inzwischen veröffentlichte auch die SPD ihre "Lobbyistenliste" - nur mehr die Union scheint sich auch in dieser Frage nicht an Verbraucherinteressen zu orientieren.

Warum wird verschweigen, wer im Bundestag mit eigenem Hausausweis jederzeit Zutritt hat, um die Abgeordneten direkt an ihrem "Arbeitsplatz"  optimal beeinflussen zu können?

Bundestag- Lobbyistenliste ("Hausausweise") beantragt von  

SPD

Bündnis90/Die Grünen und Linke 

Weitere Infos zur Lobbyarbeit

 

Erst nach massiven Protesten unter anderem von " www.abgeordneten.watch.de "   wurden die vollständigen Listen  am 30.11.2015 veröffentlicht -

Aus der Veröffentlichung geht auch hervor, welche Organisation über wie viele Hausausweise verfügt – und welche Fraktion die Ausstellung befürwortet. Vattenfall, Shell und die Rüstungsfirma Krauss-Maffei Wegmann verfügen beispielsweise jeweils über zwei Hausausweise, Volkswagen über fünf, der Deutsche Gewerkschaftsbund über 16 und der Krankenkassen-Spitzenverband über 21.

Bei den Befürwortern sei "besonders auffällig", dass die Union vielen Lobbyagenturen Zugang zum Parlament verschafft habe, teilte die Organisation LobbyControl mit. Dabei handele es sich teilweise um besonders verschwiegene Agenturen und Kanzleien, die Lobbyarbeit im Auftrag von Unternehmen machten.

Der Offenlegung war eine längere Auseinandersetzung vorausgegangen. Bereits im April 2014 hatte Abgeordnetenwatch.de die Fraktionen aufgefordert, die Namen der Interessenverbände zu nennen. Später folgte eine Klage. Die Parlamentsverwaltung argumentierte, dass es sich um eine parlamentarische Angelegenheit handle. Mit der aktuellen Veröffentlichung reagierte sie schließlich auf eine weitere Klage des Berliner Tagesspiegels. 

Deutschland war wegen der Verweigerung des Parlaments auch immer wieder von Transparency International (TI) kritisiert worden. In einer Auswertung der Organisation erreichte Deutschland im Frühjahr nur 23 von 100 Punkten und fand sich damit unter den aufgeführten 22 EU-Ländern und Institutionen auf Platz 16. Die Selbstregulierung durch Interessenvertreter sei "bisher unzureichend geblieben", hatte TI kritisiert. Ein verpflichtendes Lobbyregister verknüpft mit einem Verhaltenskodex und Sanktionierungsmöglichkeiten bei Fehlverhalten sei aber weiterhin nicht in Sicht.

Pressemeldung

 

Ergebnisse dieser Lobbyarbeit:

Beispiel Glyphosat - aber auch zahlreiche weitere Produkte wie Lebensmittel,  gerade aber auch im Bereich Baustoffe - auch bei EU und internationalen Organisationen

Bereits dank einer starken Lobby durch eine bürgerferne EU  durchgewunken -  das "bienen"tötende Produkt Sulfoxaflor  - (von einem US Gericht verboten!) - wieviele Lobbyisten beschäftigt der Konzern in Berlin und Brüssel(?)  um solche Ergebnisse  (mit welchen "Gegenleistungen?") zu erzielen? 

 

Glyphosat 

Mit nicht verantwortbarer Begründung wird derzeit versucht, eine erneute europäische Zulassung für das "Pflanzenschutzmittel" Glyphosat zu rechtfertigen:

Obwohl die Internationale Krebsforschungsagentur IARC in einem umfassenden Bericht zum Ergebnis kam 

"dass es beim Menschen Non-Hodgkin-Lymphome und Lungenkrebs hervorrufen und aufgrund „überzeugender Evidenz“ dafür, dass es bei Tieren Krebs erregen kann."  

und in die Kategorie 2A (wahrscheinlich krebserregend) einstufte, zerstreut das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Bedenken mit der Aussage: 

dass „nach derzeitiger wissenschaftlicher Kenntnis bei bestimmungsgemäßer Anwendung von

Glyphosat kein krebserzeugendes Risiko für den Menschen zu erwarten ist“.  (Anm. der Redaktion: wer garantiert dem "Anrainer" dass sein Nachbar das Produkt bestimmungsgemäß anwendet? - Was heißt: nicht zu erwarten?)

 

ebenso wie die kanadische Behörde "Health Canada": 

es sei „unwahrscheinlich“, dass Glyphosat ihrer Gesundheit schade, „wenn sie es vorschriftsgemäß anwenden“.

 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nutzte für seinen Bewertungsbericht über das Pflanzengift Glyphosat offenbar auch Leserbriefe(!) von MitarbeiterInnen des Konzerns Monsanto als "Studien". (22.7.2015 Umweltinstitut München)   

Nach wie vor wird dieser Bericht des BfR an die Europäische Kommission trotz Aussagen zu voller Transparenz  "nicht veröffentlicht" -  siehe dazu EGGBI Schriftverkehr mit BfR

Muss es auch hier erneut nach jahrzehntelanger Diskussion zu massiven gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung (der Einzelverbraucher kann eine "vorschriftsgemäße Verwendung" ja überhaupt nicht beeinflussen!) kommen - mit

"Glyphosat in Muttermilch" /Süddeutsche Zeitung, 26.6.2015) und als Krebserreger (siehe auch Artikel "Krebserreger Glyphosat") - nur um einem Konzern mit offensichtlich guten Verbindungen zu Politik und Behörden auch in Zukunft Milliardengewinne zu sichern - und dies mit "staatlicher Unterstützung" (Duldung) anstatt das Vorsorgeprinzip gelten zu lassen? („Ärzte gegen Glyphosat“ )

 

Erstaunlich im Zusammenhang mit der „Geheimsache Glyphosat“  (Süddeutsche Zeitung) die Aussagen des BfR:

Die Bewertung von Glyphosat durch das BfR ist transparent und unterlag sowohl einem „Peer Review“ durch die zuständigen Behörden der anderen EU-Mitgliedsstaaten als auch einem öffentlichen Konsultationsverfahren. Im Februar 2015, also vor der Einstufung durch die IARC, fand eine Expertendiskussion der EU unter Leitung der europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) statt. Dabei wurde die Bewertung des BfR diskutiert, einschließlich der Bewertung von Glyphosat als nicht krebserzeugend.“  (Zitat aus Quelle BfR)

Bei solcher "Transparenz" dürfte es wohl - anders als bei der SZ beschrieben - kein Problem sein, den kritisierten Bericht offenzulegen  - nicht erst unter Berufung auf das  „Informationsfreiheitsgesetzes“ http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/ifg/gesamt.pdf

 

Eine ähnliche Verharmlosung durch das BfR finden wir auch bei Aussagen in der Vergangenheit zu Formaldehyd,  aber vor allem auch zu Weichmacher (Bisphenol A - siehe EGGBI Homepage "gesetzliche Richtwerte"  Punkt 5).  Quelle: EGGBI .

Jetzt mitmachen, damit Glyphosat von den Äckern verschwindet!

 

 Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizid.

 

 

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